Aus- und Weiterbildungstermine sortiert nach Fachbereichen

Ausbildung
Deeskalationstrainer*in


Fachbereich Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken

Fachbereich Migration

Ab 07.05.2025 in Hamburg

Kurs
SOM MIG 2025-05 Hamburg
Termine
07.05. – 09.05.2025 3 Tage Einführung
07.07. – 09.07.2025 3 Tage Grundlagen
14.10. – 16.10.2025 3 Tage Fokusblock Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken
10.11. – 12.11.2025 3 Tage Fokusblock Migration
14.01. – 16.01.2026 3 Tage Trainerkompetenzen und Abschluss
12.10. – 13.10.2026 2 Tage Reflexion und Vertiefung
Veranstaltungskosten

15 Tage  4.950,- € 
Kurs: SOM MIG 2025-05 Hamburg

12 Tage  3.960,- € 
Kurs: SOM 2025-05 Hamburg

12 Tage  3.960,- € 
Kurs: MIG 2025-05 Hamburg

zzgl. 2 Tage Reflexion/Vertiefung mit 500,- € 

In den Kosten enthalten sind Verpflegung (Kaffee, Tee, Kaltgetränke, 2 Pausenverpflegungen), sämtliche Unterrichtsmaterialien, digitaler Datenträger mit Videos, Arbeitsblättern und Power-Point-Präsentationen für die eigene Schulungsgestaltung, Konzepthandbuch u.a.

Veranstaltungsort
Verein für aktive Freizeit e.V.
Bertrand-Russel-Str.4
22761 Hamburg
Die Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer*in

Allgemeine Inhalte

Ausbildungsumfang bei 12-tägigen Ausbildungen

  • 152 Stunden, davon 96 Stunden Präsenzphasen (4 Blöcke á 3 Tage im Abstand von 10 bis 12 Wochen).
  • 40 Stunden nachgewiesene Praxisstunden während der Ausbildung (Heimarbeit) und 16 Stunden Präsenzblock „Reflexion/Vertiefung“ (2 Tage, ca. 9 bis 12 Monate nach Ausbildungsende).
  • In den Präsenzphasen werden die Teilnehmer*innen zeitweise von mehreren Dozent*innen parallel betreut und trainiert.

Ausbildungsinhalte in den Präsenzphasen 

  • Aufbau und Qualitätssicherung eines Deeskalationsmanagements.
  • Wissensvermittlung, Gruppenarbeiten und Übungen zu den Deeskalationsstufen 1 bis 3.
  • Methodenvermittlung und didaktisches Training für den eigenen Unterricht. 
  • Kompetenzvermittlung im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen der Klientel: Verbales Deeskalationstraining mit Video-Feedback und Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Schonende Vermeidungs-, Abwehr, Löse- und Fluchttechniken bei Übergriffen durch Klientel, schonende Begleittechniken, 4-Stufen Immobilisationstechnik mit Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Kleine Psychotraumatologie und kollegiale Erstbetreuung nach Übergriffen, Aufbau einer Nachsorgekonzeption.
  • Tertiärprävention nach Vorfällen mit herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen.
  • Training typischer Schlüsselsituationen in der Arbeit von Deeskalationstrainer*innen.

Aufgabenstellungen in den Praxisphasen

  • Formulierung von Leitgedanken, Qualitätskriterien und Qualitätszielen im Umgang mit aggressiver Klientel (gemeinsam mit Führung).
  • Gefährdungsanalyse: Feststellung besonderer Gefährdungsbereiche oder besonderer Gefährdungssituationen (gemeinsam mit Mitarbeitenden und Führung).
  • Durchführung einer Evaluation in der eigenen Institution, (an Standorten, welche bereits seit mehr als 2 Jahren einen Deeskalationstrainer haben oder mindestens 50% der Mitarbeiter geschult sind)
  • Innerbetriebliche Vernetzung mit Qualitätsmanagement, Betriebsärzt*innen, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Personalrat und ggf. mit bestehenden internen Arbeitsgruppen.
  • Integration in ein bestehendes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).
  • Erarbeitung eines schriftlichen Konzepts zur Implementierung des Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution inkl. Projekt- und Schulungsplanung und Nachsorgekonzeption. 
  • Vorbereitung einer Lehrprobe.

Pädagogische und didaktische Umsetzung

  • Große Vielfalt an methodischen und didaktischen Tipps und Hinweisen.
  • Durchführung einer Lehrprobe mit Video-Feedback im Einzelgespräch.
  • Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Erarbeitung eigener didaktischer Ideen.
  • Aushändigung sämtlicher Lehrmaterialien (Power-Point-Präsentationen, Trainingsvideos, Arbeitsblätter etc.)

Leistungsnachweis
Abgabe des Konzepts zur Implementierung des Professionellen Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution. 

Prüfungen 
In Form von Train-the-Trainer-Einheiten, erfolgt eine praktische Lehrprobe zur theoretischen Wissensvermittlung sowie eine intensive Anleitung und das Training zur Durchführung von Situationstrainings. Für die Körperinterventionstechniken (Deeskalationsstufen 5 und 6) weisen die Teilnehmer*innen in einer Train-the-Trainer-Einheit nach, dass sie eine erlernte Technik beherrschen und präzise an die Teilnehmenden ihrer Institution weitervermitteln können. Diese Prüfungen sind relevant für die Erteilung des Zertifikats.

Zertifikat
Nach Abgabe des Leistungsnachweises und Absolvierung der Prüfung erhält der/die Teilnehmer*in das Zertifikat der Deeskalationstrainerin/des Deeskalationstrainers nach ProDeMa®. Das Zertifikat berechtigt Teilnehmende zur Durchführung der Schulungen und der Implementierung des Präventionskonzepts in der eigenen Institution. Die Durchführung von Schulungen in anderen Institutionen oder die Schulung externer Teilnehmer*innen in der eigenen Institution ist ausgeschlossen.

Fachbereich - Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken

Fachspezifische Inhalte

  • Verhinderung von aggressionsauslösenden Reizen unter Berücksichtigung von Triage-Systemen, rationalisierten und standardisierten Abläufen sowie den jeweiligen Erkrankungen oder Verletzungen
     
  • Besonderheiten verbaler Deeskalation in unterschiedlichen Situationen:
    - Aggression in stark belastenden Situationen wie Tod und Trauer
    - Schmerz als besonderer Beweggrund für Aggression
    - Schwierige Verhaltensweisen bei Angehörigen als Fürsprechende der Patient*innen
    - Alkoholintoxikation als Herausforderung im Verhaltensmix
Fachbereich - Migration

Fachspezifische Inhalte

  • Unterschiedliche Arten von Migration und ihre Auswirkungen
  • Aggressionsauslösende Reize insbesondere bei Menschen mit einer Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte im Setting des systemischen Umfelds
  • Bewertungsfehler „aggressiver“ Verhaltensweisen von Menschen ohne ausreichende Sprachkenntnisse des Aufnahmelandes
  • Professionelle Beziehungsmuster in der Arbeit mit Menschen und deren Einwanderungsgeschichte; (Vor-) Urteile und Stereotypien
  • Aggressive Verhaltensweisen und ihre Funktion in der Gruppe / Umgang mit angespannten und aggressiven Gruppensituationen
  • Besonderheiten der Deeskalation beim Einsatz von Sprachmittler*innen
  • Verbale Deeskalation mit nonverbalen Elementen sowie der Verknüpfung von Emotionen und Sprache
Zielgruppe

Diese Ausbildung ist spezialisiert auf den deeskalierenden Umgang mit Patient*innen und Angehörigen im klinischen und ambulanten Setting von somatischen Kliniken (Allgemeinkrankenhäuser, Zentralkliniken, Universitätskliniken, Fachkliniken, Rehakliniken). In all diesen Einrichtungen reagieren Patient*innen oder Angehörige in vielerlei Krisensituationen immer wieder mit z.T. heftigsten aggressiven oder verweigernden Verhaltensweisen. Besonders betroffen sind Ambulanzen, Aufnahmestationen, Rettungsstellen, Intermediate Care und Intensivstationen. Die Ausprägungen der krisenhaften Situationen in den jeweiligen Abteilungen sind sehr unterschiedlich. Während in aufnehmenden Bereichen Intoxikationen, echte und scheinbare Notfälle, Wartezeiten und empfundene Ungleichbehandlung bei den Patient*innen oder Angehörigen die häufigsten Auslöser für Aggressionen sind, kommt es im stationären Bereich vermehrt zu Verweigerungen und herausforderndem Verhalten aufgrund  von z.B. mangelnder Zeit der jeweiligen Ansprechpartner*innen, Einschränkung bewährter Kompensationsstrategien und Verwirrtheitszuständen bei den Patient*innen. In der stationären Versorgung ist der hohe Anteil an betagten Menschen besonders hervorzuheben, welche u.U. an einer Vielzahl von Vorerkrankungen, psychischer, kognitiver und/oder neurologischer Beeinträchtigungen leiden. Notwendigen pflegerischen Maßnahmen, ärztlichen Behandlungen oder Untersuchungen wird mit Beleidigungen, Bedrohungen oder Verweigerungen durch Patient*innen und Angehörige begegnet.


Verpflegung

In den Kosten enthalten sind Verpflegung (Kaffee, Tee, Kaltgetränke, 2 Pausenverpflegungen), sämtliche Unterrichtsmaterialien, DVD mit Videos, Arbeitsblättern und Power-Point-Präsentationen für die eigene Schulungsgestaltung, Praxisleitfaden u.a.

Mitwirkende Dozent*innen
 Egon Herter
Experte für den Fachbereich Somatik
 Nieves Gil Villarte
Stellvertretende Institutsleitung

Fachbereich Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken

Feedback Deeskalationstraining

"Ich würde diese Ausbildung jedes Mal wieder machen. Ich habe wirklich sehr viel mitnehmen können (auch für den privaten Gebrauch). Ich hoffe das ich Alles genauso vermitteln kann, wie es mir vermittelt wurde. Top."

Feedback Deeskalationstraining

"Die Ausbildung zum Deeskalationstrainer war sehr lehrreich und interessant gestaltet. Die Trainer haben das Konzept von ProDeMa mit viel Elan und, trotz viel theoretischem Material anschaulich vermittelt. Es war und ist eine Bereicherung für jeden einzelnen und sollte in jeder Klinik zum Standard gehören!“

Feedback Deeskalationstraining

"ProDeMa ist Veränderung. Sichtweisen, Haltung, Kommunikation ändert sich.
Die eigene Ohnmacht vor herausfordernden Klienten gehört der Vergangenheit an."

Feedback Deeskalationstraining

"Eine tolle Reise durch viele Möglichkeiten zum professionellen Deeskalationsmanagement, mit Momenten zum Lernen, mit Highlights zum Ausprobieren und Herausforderungen zum Wachsen.

Es war eine bewegende Zeit, mit charmanten und klugen Menschen, einem großartigen Ort zum Entfalten und einem starken ProDeMa Team aus Dozenten, Trainern und Vorbildern.

Danke, dass ich ein Teil sein durfte und ProDeMa nun selbst proaktiv leben und lehren darf."

Feedback Deeskalationstraining

"Jeder Teilnehmer betritt das Deeskalationstraining mit unterschiedlichen Erwartungen und wird in den ersten Tagen erschlagen mit Informationen. Doch je mehr Seminartage gemeinsam vergehen, desto mehr Spaß hat man dabei. Und Umso mehr freut man sich auf die kommende Zeit, die KI’s und die freundlichen Trainer."

Druckausgabe

Ausbildungstermine und Anmeldung

Alle Termine unserer Ausbildungen im Bereich Prävention und Deeskalation, Din-A4-Format mit Anmeldeformular.