Fachspezifische Deeskalation

Spezialisierte Deeskalationsmöglichkeiten garantieren ein Optimum an praktischer Umsetzbarkeit. Unser Deeskalationskonzept ist an die jeweiligen spezifischen Bedürfnisse der Institution und an die Klient*innen angepasst.

Psychiatrien und Forensik

Psychiatrien (sämtliche Bereiche) und Forensik
Dieser Fachbereich ist spezialisiert auf den deeskalierenden Umgang mit Patienten und Angehörigen im klinischen und ambulanten Setting von Psychiatrien und forensischen Einrichtungen. Patient*innen reagieren in vielerlei Situationen immer wieder mit heftigsten aggressiven Verhaltensweisen. In forensischen Einrichtungen erweitert sich die Problematik um die Klientel der dissozialen Patienten und der Patienten mit Persönlichkeitsstörungen.

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Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken

Allgemeinkrankenhäuser, somatische Kliniken, Reha-Kliniken, Kur-Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Arztpraxen
Die Ausprägungen der eskalierenden Situationen in Ambulanzen, Rettungsstellen, Intermediate Care und Intensivstationen sind sehr unterschiedlich. Während in aufnehmenden Bereichen Intoxikationen, echte und scheinbare Notfälle, Wartezeiten und empfundene Ungleichbehandlung bei den Patienten oder Angehörigen die häufigsten Auslöser für Aggressionen sind, ist in der stationären Versorgung der hohe Anteil an betagten Menschen besonders hervorzuheben, welcher eine Vielzahl an Vorerkrankungen und physische oder neurologische Einschränkungen besitzt.

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Menschen mit Beeinträchtigung

Institutionen für Menschen mit Behinderung, Wohnheime, Werkstätten, Tagesstätten, Einrichtungen der Gehörlosen- und Blindenhilfe
Herausfordernde und aggressive Verhaltensweisen von Menschen mit geistiger, körperlicher oder mehrfacher Behinderung können unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten mit kommunikativen und nonverbalen Deeskalationstechniken verhindert werden. Die Wahrscheinlichkeit aggressiven Handelns kann durch Vermeidung aggressionsauslösender Reize im täglichen Umgang miteinander um ein Wesentliches reduziert werden.

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Betagte und betreuungsbedürftige Menschen

Gerontopsychiatrie, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Betreute Wohneinheiten, ambulante Pflegedienste etc.
Bedingt durch die Notwendigkeit körperlicher Nähe bei den Pflegemaßnahmen kommt es bei Pflegenden besonders häufig zu körperlichen Übergriffen. Die „sichere Annäherung“ ist deshalb ein wichtiger Schwerpunkt innerhalb der Ausbildung. Ein weiterer Schwerpunkt ist der deeskalierende Umgang mit desorientierten und dementiell erkrankten Bewohnern aber auch die Betreuung von jüngeren Menschen, die wegen psychischen Erkrankungen u.a. Erkrankungen in stationären Pflegeeinrichtungen zunehmend betreut werden müssen.

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Kinder und Jugendliche

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Jugendstrafvollzug etc.
Alle Inhalte dieses Fachbereiches sind auf die spezifischen Gegebenheiten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen im ambulanten und stationären sowie im pädagogischen und klinischen Setting angepasst. Das Thema Regeln und Grenzen spielt hierbei eine besondere Rolle.

Förderschulen
Kinder und Jugendliche, die einem schulischen Förderschwerpunkt zugeordnet sind, brauchen im (schul-) pädagogischen Alltag speziell geschulte Bezugspersonen im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Kontext, welche den herausfordernden Verhaltensweisen dieser besonderen Schülerinnen und Schüler professionell begegnen.

Alle Schularten und Schulformen (Berufsschulen, Internate, Regelschulen etc.)
Hilflosigkeit, Ohnmacht und mangelndes Wissen im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen stellen eine enorme psychische Belastung der Lehrkräfte im Alltag dar. Psychische und psychosomatische Probleme und Erkrankungen der Lehrkräfte sind die Folge bis hin zu körperlichen Verletzungen durch Übergriffe von Schülern. Der professionelle Umgang mit aggressiven und herausfordernden Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen in Schulen gehört zum notwendigen pädagogischen Rüstzeug eines jeden Lehrers und wird in dieser Ausbildung vermittelt.

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Kindertageseinrichtungen

Kindergärten, Kindertageseinrichtungen, Einrichtungen der Kinderbetreuung
Neben der Freude an den Kindern und an der Arbeit gibt es viele Situationen, die extrem anstrengend sind, z.B. wenn Kinder sich herausfordernd, aggressiv, grenzüberschreitend oder gar gewaltvoll verhalten. Auch der Umgang mit erregten Eltern bedarf nicht selten deeskalierender Kompetenzen.

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Rettungsdienst

Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei
In vielen Notfall- und Krisensituationen reagieren Patienten, Angehörige und Betroffene (PAB) mit z.T. heftigsten aggressiven oder sonstigen agitierten Verhaltensweisen, z.B. bei Verkehrsunfällen, Bränden, medizinischen Notfallversorgungen, Evakuierungen, feiernden Menschenansammlungen, Zwangseinweisungen, Katastrophen etc. Besonders PAB´s mit Alkohol- und Drogenintoxikationen, psychiatrischen Erkrankungen, und plötzlichen hysterischen Angst- oder Schockreaktionen machen allen Einsatzkräften vor Ort zu schaffen. Unbekannte Einsatzorte (z.B. Wohnungen) und beengte Räumlichkeiten (z.B. im Rettungswagen) erfordern besondere deeskalierende Vorgehensweisen und besondere Sicherheitsaspekte.

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Justizvollzug

Justizvollzugsanstalten (JVA)
Dieser Fachbereich wurde entwickelt für Mitarbeiter*innen in Justizvollzugsanstalten. In diesen Einrichtungen reagieren Inhaftierte oder Angehörige in vielerlei Situationen immer wieder mit aggressiven Verhaltensweisen, die es zu deeskalieren gilt.

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Verwaltung

Verwaltung 
Der tägliche Umgang mit Menschen kann für Mitarbeiter sehr belastend werden, wenn beim Kunden während des Kontakts heftige Emotionen entstehen. In bestimmten Kundenbereichen wie z.B. in Sozial- und Ordnungsämtern, Ausländerbehörden oder ARGEs kommt es regelmäßig zu aggressiven Verhaltensweisen von Kunden, zu Bedrohungssituationen oder gar tätlicher Gewalt. Auch im Außendienst erleben Mitarbeiter immer wieder heftigste Eskalationen.

ÖPNV
Auch im öffentlichen Nahverkehr ist das Fahr- und Begleitpersonal zunehmend gefordert, einen „kühlen Kopf" zu behalten. Die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung im ÖPNV-Alltag und der Schutz von Fahrgästen erfordert eine Vielzahl von Kompetenzen. Besonders im Schüler- und Spätabendverkehr kommt es immer wieder zu aggressivem Verhalten von Fahrgästen.

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Migration

Einrichtungen mit Klientel verschiedenster Kulturen, Religionen oder Sprachen 
In Krisensituationen reagieren Klient*innen sowie Angehörige mit Migrations- oder Fluchthintergrund zum Teil mit unerwarteten oder herausfordernden Verhaltensweisen. Um Konflikte und interkulturelle Missverständnisse zu vermeiden ist es wichtig emotionales Befinden verstehen und Sprachbarrieren durchbrechen zu können.

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