Ausbildung
Deeskalationstrainer*in


Fachbereich Jugendliche und junge Erwachsene

Fachbereich Menschen mit Beeinträchtigungen

Ab 29.09.2027 in St. Pölten Österreich

Kurs
MmB JUGEND 2027-09 St. Pölten (A)
Termine
29.09. - 01.10.2027 3 Tage Einführung
22.11. - 24.11.2027 3 Tage Grundlagen
26.01. - 28.01.2028 3 Tage Fokusblock MmB
13.03. - 15.03.2028 3 Tage Fokusblock JUGEND
03.05. - 05.05.2028 3 Tage Trainerkompetenzen und Abschluss
26.02. - 27.02.2029 2 Tage Reflexion und Vertiefung
Veranstaltungskosten

12 Tage  3.960,- € + 20% Ust.
Kurs: MmB 2027-09 St. Pölten (A)

12 Tage  3.960,- € + 20% Ust. 
Kurs: JUGEND 2027-09 St. Pölten (A)

15 Tage  4.950,- € + 20% Ust.
Kurs: MmB JUGEND 2027-09 St. Pölten (A)

zzgl. 2 Tage Reflexion/Vertiefung mit 500,- € (+ 20% USt.)

In den Kosten enthalten sind ausgiebige Seminarverpflegung (Kaffee, Tee, Kaltgetränke, 2 Pausenverpflegungen, warmes Mittagsmenü), sämtliche Unterrichtsmaterialien, digitaler Datenträger mit Videos, Arbeitsblättern und Power-Point-Präsentationen für die eigene Schulungsgestaltung, Konzepthandbuch u.a.

Veranstaltungsort
Bildungshaus St. Hippolyt
Eybnerstr. 5
3100 St. Pölten
Flagge von Österreich Österreich
Kooperationspartner
Die Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer*in

Allgemeine Inhalte

Ausbildungsumfang bei 12-tägigen Ausbildungen

  • 152 Stunden, davon 96 Stunden Präsenzphasen (4 Blöcke á 3 Tage im Abstand von 10 bis 12 Wochen).
  • 40 Stunden nachgewiesene Praxisstunden während der Ausbildung (Heimarbeit) und 16 Stunden Präsenzblock „Reflexion/Vertiefung“ (2 Tage, ca. 9 bis 12 Monate nach Ausbildungsende).
  • In den Präsenzphasen werden die Teilnehmer*innen zeitweise von mehreren Dozent*innen parallel betreut und trainiert.

Ausbildungsinhalte in den Präsenzphasen 

  • Aufbau und Qualitätssicherung eines Deeskalationsmanagements.
  • Wissensvermittlung, Gruppenarbeiten und Übungen zu den Deeskalationsstufen 1 bis 3.
  • Methodenvermittlung und didaktisches Training für den eigenen Unterricht. 
  • Kompetenzvermittlung im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen der Klientel: Verbales Deeskalationstraining mit Video-Feedback und Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Schonende Vermeidungs-, Abwehr, Löse- und Fluchttechniken bei Übergriffen durch Klientel, schonende Begleittechniken, 4-Stufen Immobilisationstechnik mit Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Kleine Psychotraumatologie und kollegiale Erstbetreuung nach Übergriffen, Aufbau einer Nachsorgekonzeption.
  • Tertiärprävention nach Vorfällen mit herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen.
  • Training typischer Schlüsselsituationen in der Arbeit von Deeskalationstrainer*innen.

Aufgabenstellungen in den Praxisphasen

  • Formulierung von Leitgedanken, Qualitätskriterien und Qualitätszielen im Umgang mit aggressiver Klientel (gemeinsam mit Führung).
  • Gefährdungsanalyse: Feststellung besonderer Gefährdungsbereiche oder besonderer Gefährdungssituationen (gemeinsam mit Mitarbeitenden und Führung).
  • Durchführung einer Evaluation in der eigenen Institution, (an Standorten, welche bereits seit mehr als 2 Jahren einen Deeskalationstrainer haben oder mindestens 50% der Mitarbeiter geschult sind)
  • Innerbetriebliche Vernetzung mit Qualitätsmanagement, Betriebsärzt*innen, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Personalrat und ggf. mit bestehenden internen Arbeitsgruppen.
  • Integration in ein bestehendes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).
  • Erarbeitung eines schriftlichen Konzepts zur Implementierung des Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution inkl. Projekt- und Schulungsplanung und Nachsorgekonzeption. 
  • Vorbereitung einer Lehrprobe.

Pädagogische und didaktische Umsetzung

  • Große Vielfalt an methodischen und didaktischen Tipps und Hinweisen.
  • Durchführung einer Lehrprobe mit Video-Feedback im Einzelgespräch.
  • Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Erarbeitung eigener didaktischer Ideen.
  • Aushändigung sämtlicher Lehrmaterialien (Power-Point-Präsentationen, Trainingsvideos, Arbeitsblätter etc.)

Leistungsnachweis
Abgabe des Konzepts zur Implementierung des Professionellen Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution. 

Prüfungen 
In Form von Train-the-Trainer-Einheiten, erfolgt eine praktische Lehrprobe zur theoretischen Wissensvermittlung sowie eine intensive Anleitung und das Training zur Durchführung von Situationstrainings. Für die Körperinterventionstechniken (Deeskalationsstufen 5 und 6) weisen die Teilnehmer*innen in einer Train-the-Trainer-Einheit nach, dass sie eine erlernte Technik beherrschen und präzise an die Teilnehmenden ihrer Institution weitervermitteln können. Diese Prüfungen sind relevant für die Erteilung des Zertifikats.

Zertifikat
Nach Abgabe des Leistungsnachweises und Absolvierung der Prüfung erhält der/die Teilnehmer*in das Zertifikat der Deeskalationstrainerin/des Deeskalationstrainers nach ProDeMa®. Das Zertifikat berechtigt Teilnehmende zur Durchführung der Schulungen und der Implementierung des Präventionskonzepts in der eigenen Institution. Die Durchführung von Schulungen in anderen Institutionen oder die Schulung externer Teilnehmer*innen in der eigenen Institution ist ausgeschlossen.

Fachbereich - Menschen mit Beeinträchtigungen

Fachspezifische Inhalte

  • Expressive und instrumentelle Aggression, Umgang mit selbstverletzenden Verhaltensweisen
  • Die kontinuierliche pädagogische und therapeutische Arbeit mit Betreuten bei ständigen herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen
  • Ursachen und Konsequenzen von Fehleinschätzungen der Aggressionsmotivation und des Entwicklungsstandes von Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Genetische, körperliche und seelische Ursachen und Beweggründe für aggressives bzw. herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Entwicklungspsychologische Aspekte aggressiver oder herausfordernder Verhaltensweisen von Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen
  • Gestaltung des täglichen Umgangs zur Verhinderung von aggressionsauslösenden Reizen
  • Aggressionsarten und Deeskalationsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Entwicklungsniveaus
  • Angst-, Selbstwert- und Autonomieprobleme als Ursachen von Aggressionen
  • Macht und Machtmissbrauch in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Verbale Deeskalation bei Menschen mit leichter intellektueller Beeinträchtigung im Erregungs- oder Anspannungszustand
  • Kommunikative und nonverbale Deeskalationstechniken bei Menschen mit schwerster intellektueller Beeinträchtigung
  • Berücksichtigung von Sprach-, Kognitions- und Entwicklungsniveaus bei den Deeskalationsstrategien
  • Kontaktreflexionen zur Kontaktaufnahme in der Deeskalation von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen
Fachbereich - Jugendliche und junge Erwachsene

Fachspezifische Inhalte

  • Grundlagen des Erziehungsauftrags im täglichen Umgang mit Jugendlichen aus „deeskalierender“ Sicht
  • Entwicklung und Bedeutung aggressiver Verhaltensweisen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Hintergrund entwicklungspsychologischer Erkenntnisse
  • Modellwirkung von Mitarbeiter*innen im Konfliktfall im Sinne des Wahrnehmungslernens
  • Spezielle aggressionsauslösende Reize bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Autonomie- und Selbstbestimmungswünsche von Jugendlichen in restriktiven Settings
  • Angst-, Selbstwert- und Sinnprobleme von Jugendlichen und deren Auswirkungen im pädagogischen und therapeutischen Kontext
  • Deeskalierende Aufstellung und Vermittlung von Regeln und Grenzen
  • Deeskalierender Umgang mit Regelverletzungen
  • Methoden und Möglichkeiten deeskalierender Grenzsetzungen im akuten Konfliktfall
  • Deeskalierende Ansätze bei der notwendigen Umsetzung von Konsequenzen
  • aggressive Verhaltensweisen und ihre Funktion in der Peer-group, Umgang mit angespannten und aggressiven Gruppensituationen
  • Deeskalierendes Verhalten in Situationen des Machtkampfes zwischen Jugendlichen und Mitarbeitenden im Gruppen-Setting
  • Die Nachbearbeitung von Vorfällen mit Jugendlichen mit dem Ziel, alternative Wege zu aggressiven Verhaltensweisen zu erarbeiten
Teilnehmerzahl
Maximal 20 Teilnehmer*innen

Fachbereich Menschen mit Beeinträchtigung

Feedback Deeskalationstraining

"Die Ausbildung zur Deeskalationstrainerin war sehr umfangreich und intensiv. Man wurde gut auf die zukünftige Arbeit als Trainerin vorbereitet. Inhalte wurden gut mit einer sehr ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis vermittelt."

Feedback Deeskalationstraining

"Eine sehr professionelle Ausbildung, die in dem MmB Bereich dringend gebraucht wird. Sie gab neuen "Schwung" Dinge im Arbeitskontext anzusprechen und umzusetzen. Man fühlte sich mit seinen Ansätzen nicht allein und eher bestätigt. Erhalt der Arbeitlichen Identität."

Feedback Deeskalationstraining

"Vor allem die von ProDeMa vermittelte Haltung trifft genau meine Überzeugungen. Ich hoffe, dass es mir als ProDeMa Trainer gelingt dies zu vermitteln. Die umfassende Ausbildung ist mir eine große Stütze."

Feedback Deeskalationstraining

"Ich empfehle jeder/jedem, der Interesse an dem Thema Deeskalation hat, die Ausbildung zu machen. Man lernt für die eigene Arbeit sowie Person viel und kann nach der Ausbildung Kollegen/innen aus der eigenen Einrichtung schulen."

Feedback Deeskalationstraining

"ProDeMa ist für mich das passende Konzept. Es bietet gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten, einen wohlwollenden und umfangreichen Blick auf Klient*innen. Mitarbeiter, tägliche Herausforderungen und andere Faktoren geraten nicht aus dem Blick. Ich freue mich, das weitergeben zu dürfen."