Trainerweiterbildung
Aufbaublock Psychiatrie


Fachbereich Psychiatrie

Weiterbildung für Deeskalationstrainer*innen

Ab 09.11.2026 in Heidelberg

Kurs
T-AB-PSYCH 2026-11 Heidelberg
Termine
09.11. – 11.11.2026 3 Tage Fokusblock Psychiatrie
Veranstaltungskosten

Aufbaublock 3 Tage 600,- Euro pro Teilnehmer*in, inklusive Seminarverpflegung
Bitte beachten, ab 01.01.2027 neuer Preis: 900,- Euro

In den Kosten enthalten sind Seminarverpflegung, sämtliche Unterrichtsmaterialien, Arbeitsblättern und Power-Point-Präsentationen für die eigene Schulungsgestaltung. Sie erhalten ein Zertifikat am Ende des Aufbaublocks.

Veranstaltungsort
Justizzentrum Heidelberg
Kurfürsten-Anlage 15
69115 Heidelberg
Die Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer*in

Allgemeine Inhalte

Ausbildungsumfang bei 12-tägigen Ausbildungen

  • 152 Stunden, davon 96 Stunden Präsenzphasen (4 Blöcke á 3 Tage im Abstand von 10 bis 12 Wochen).
  • 40 Stunden nachgewiesene Praxisstunden während der Ausbildung (Heimarbeit) und 16 Stunden Präsenzblock „Reflexion/Vertiefung“ (2 Tage, ca. 9 bis 12 Monate nach Ausbildungsende).
  • In den Präsenzphasen werden die Teilnehmer*innen zeitweise von mehreren Dozent*innen parallel betreut und trainiert.

Ausbildungsinhalte in den Präsenzphasen 

  • Aufbau und Qualitätssicherung eines Deeskalationsmanagements.
  • Wissensvermittlung, Gruppenarbeiten und Übungen zu den Deeskalationsstufen 1 bis 3.
  • Methodenvermittlung und didaktisches Training für den eigenen Unterricht. 
  • Kompetenzvermittlung im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen der Klientel: Verbales Deeskalationstraining mit Video-Feedback und Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Schonende Vermeidungs-, Abwehr, Löse- und Fluchttechniken bei Übergriffen durch Klientel, schonende Begleittechniken, 4-Stufen Immobilisationstechnik mit Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Kleine Psychotraumatologie und kollegiale Erstbetreuung nach Übergriffen, Aufbau einer Nachsorgekonzeption.
  • Tertiärprävention nach Vorfällen mit herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen.
  • Training typischer Schlüsselsituationen in der Arbeit von Deeskalationstrainer*innen.

Aufgabenstellungen in den Praxisphasen

  • Formulierung von Leitgedanken, Qualitätskriterien und Qualitätszielen im Umgang mit aggressiver Klientel (gemeinsam mit Führung).
  • Gefährdungsanalyse: Feststellung besonderer Gefährdungsbereiche oder besonderer Gefährdungssituationen (gemeinsam mit Mitarbeitenden und Führung).
  • Durchführung einer Evaluation in der eigenen Institution, (an Standorten, welche bereits seit mehr als 2 Jahren einen Deeskalationstrainer haben oder mindestens 50% der Mitarbeiter geschult sind)
  • Innerbetriebliche Vernetzung mit Qualitätsmanagement, Betriebsärzt*innen, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Personalrat und ggf. mit bestehenden internen Arbeitsgruppen.
  • Integration in ein bestehendes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).
  • Erarbeitung eines schriftlichen Konzepts zur Implementierung des Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution inkl. Projekt- und Schulungsplanung und Nachsorgekonzeption. 
  • Vorbereitung einer Lehrprobe.

Pädagogische und didaktische Umsetzung

  • Große Vielfalt an methodischen und didaktischen Tipps und Hinweisen.
  • Durchführung einer Lehrprobe mit Video-Feedback im Einzelgespräch.
  • Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Erarbeitung eigener didaktischer Ideen.
  • Aushändigung sämtlicher Lehrmaterialien (Power-Point-Präsentationen, Trainingsvideos, Arbeitsblätter etc.)

Leistungsnachweis
Abgabe des Konzepts zur Implementierung des Professionellen Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution. 

Prüfungen 
In Form von Train-the-Trainer-Einheiten, erfolgt eine praktische Lehrprobe zur theoretischen Wissensvermittlung sowie eine intensive Anleitung und das Training zur Durchführung von Situationstrainings. Für die Körperinterventionstechniken (Deeskalationsstufen 5 und 6) weisen die Teilnehmer*innen in einer Train-the-Trainer-Einheit nach, dass sie eine erlernte Technik beherrschen und präzise an die Teilnehmenden ihrer Institution weitervermitteln können. Diese Prüfungen sind relevant für die Erteilung des Zertifikats.

Zertifikat
Nach Abgabe des Leistungsnachweises und Absolvierung der Prüfung erhält der/die Teilnehmer*in das Zertifikat der Deeskalationstrainerin/des Deeskalationstrainers nach ProDeMa®. Das Zertifikat berechtigt Teilnehmende zur Durchführung der Schulungen und der Implementierung des Präventionskonzepts in der eigenen Institution. Die Durchführung von Schulungen in anderen Institutionen oder die Schulung externer Teilnehmer*innen in der eigenen Institution ist ausgeschlossen.

Mitwirkende Dozent*innen
 Berthold Jurasek
Experte für den Fachbereich Psychiatrie

Fachbereich Psychiatrie und Forensik

Feedback Deeskalationstraining

„Die Weiterbildung hat mich privat sowie beruflich weiterentwickelt.
Es war unglaublich lehrreich und spannend. Der Austausch mit den Kollegen war ebenfalls interessant.
Im Ganzen war es eine sehr schöne Zeit, ich habe sehr viel gelernt, sehr viel mitgenommen und bin dankbar für die Zeit.“

Feedback Deeskalationstraining

"Die Ausbildung als ProDeMa-Trainer fand ich sehr gut. Es bringt mich und meine Kollegen, die ich in der Zukunft schulen werde, auf ein neues Arbeitsniveau. Ich würde jeder Einrichtung nur raten, dass Konzept zu implementieren um die Schutz seiner Angestellten zu verbessern."

Feedback Deeskalationstraining

"Jede/r einzelne Dozent/in hat meine vielen Fragen umfangreich, geduldig und inhaltlich total professionell beantwortet. Ich fühle mich bestmöglich auf meine Trainertätigkeit vorbereitet – jetzt gilt es, eigene Erfahrungen zu sammeln. Ich werde mich ganz bestimmt am Institut noch weiterbilden. Danke an jeden einzelnen (Herzens-)Mensch!"

Feedback Deeskalationstraining

„Während der Deeskalationsweiterbildung habe ich mich sehr aufgehoben gefühlt.
Alle Trainer haben einen guten Eindruck hinterlassen und sind wertschätzend mit den Teilnehmern umgegangen.
Ich habe während der Weiterbildung viel gelernt und auch mitgenommen für mich.“

Feedback Deeskalationstraining

Ich nehme viele Impulse mit, sowohl für meine eigene Haltung als auch für die praktische Arbeit im Team. Vielen Dank für diese intensive und bereichernde Ausbildungszeit.