Ausbildung
Deeskalationstrainer*in


Fachbereich Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken

Ab 15.10.2020 in Ried im Innkreis (Österreich)

Kurs
SOM 2020-10 Ried im Innkreis (A)
Termine
15.10. – 16.10.20202 Tage Einführung
16.12. – 18.12.20203 Tage Grundlagen
09.02. – 11.02.20213 Tage Fokus Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken
10.03. – 11.03.20212 Tage Trainerkompetenzen
04.05. – 05.05.20212 Tage Abschluss
10.11.2021Supervision 1
17.05.2022Supervision 2
Veranstaltungskosten

3.600,- € + 20% Ust. 

Jeweils zzgl. 2 Supervisionen mit je 230,- € (+ 20% USt.)

In den Kosten enthalten sind ausgiebige Seminarverpflegung (Kaffee, Tee, Kaltgetränke, 2 Pausenverpflegungen, warmes Mittagsmenü), sämtliche Unterrichtsmaterialien, DVD mit Videos, Arbeitsblättern und Power-Point-Präsentationen für die eigene Schulungsgestaltung, Lehrbroschüre u.a.

Veranstaltungsort
KH der Barmherzigen Schwestern
Schloßberg 1
4910 Ried im Innkreis
Österreich
Die Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer*in

Allgemeine Inhalte

Ausbildungsumfang bei 12-tägigen Ausbildungen

  • 152 Stunden, davon 96 Stunden Präsenzphasen (5 Blöcke á 2 bzw. 3 Tage im Abstand von 4  -  8 Wochen).
  • 40 Stunden nachgewiesene Praxisstunden während der Ausbildung (Heimarbeit) 16 Stunden Gruppen-Supervision (jeweils 1 Tag in jeweils halbjährigem Abstand zum Ausbildungsende).
  • In den Präsenzphasen werden die Teilnehmer*innen zeitweise von mehreren Dozent*innen parallel betreut und trainiert.

Ausbildungsinhalte in den Präsenzphasen 

  • Aufbau und Qualitätssicherung eines Deeskalationsmanagements.
  • Wissensvermittlung, Gruppenarbeiten und Übungen zu den Deeskalationsstufen 1 bis 3.
  • Methodenvermittlung und didaktisches Training für den eigenen Unterricht. 
  • Kompetenzvermittlung im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen der Klientel: Verbales Deeskalationstraining mit Video-Feedback und Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Schonende Vermeidungs-, Abwehr, Löse- und Fluchttechniken bei Übergriffen durch Klientel, schonende Begleittechniken, 4-Stufen Immobilisationstechnik mit Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Kleine Psychotraumatologie und kollegiale Erstbetreuung nach Übergriffen, Aufbau einer Nachsorgekonzeption.
  • Tertiärprävention nach Vorfällen mit herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen.
  • Training typischer Schlüsselsituationen in der Arbeit von Deeskalationstrainer*innen.

Aufgabenstellungen in den Praxisphasen

  • Formulierung von Leitgedanken, Qualitätskriterien und Qualitätszielen im Umgang mit aggressiver Klientel (gemeinsam mit Führung).
  • Gefährdungsanalyse: Feststellung besonderer Gefährdungsbereiche oder besonderer Gefährdungssituationen (gemeinsam mit Mitarbeitenden und Führung).
  • Durchführung einer Evaluation in der eigenen Institution, (an Standorten, welche bereits seit mehr als 2 Jahren einen Deeskalationstrainer haben oder mindestens 50% der Mitarbeiter geschult sind)
  • Innerbetriebliche Vernetzung mit Qualitätsmanagement, Betriebsärzt*innen, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Personalrat und ggf. mit bestehenden internen Arbeitsgruppen.
  • Integration in ein bestehendes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).
  • Erarbeitung eines schriftlichen Konzepts zur Implementierung des Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution inkl. Projekt- und Schulungsplanung und Nachsorgekonzeption. 
  • Vorbereitung einer Lehrprobe.

Pädagogische und didaktische Umsetzung

  • Große Vielfalt an methodischen und didaktischen Tipps und Hinweisen.
  • Durchführung einer Lehrprobe mit Video-Feedback im Einzelgespräch.
  • Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Erarbeitung eigener didaktischer Ideen.
  • Aushändigung sämtlicher Lehrmaterialien (Power-Point-Präsentationen, Trainingsvideos, Arbeitsblätter etc.)

Leistungsnachweis
Abgabe des Konzepts zur Implementierung des Professionellen Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution. 

Prüfungen 
In Form von Train-the-Trainer-Einheiten, erfolgt eine praktische Lehrprobe zur theoretischen Wissensvermittlung sowie eine intensive Anleitung und das Training zur Durchführung von Situationstrainings. Für die Körperinterventionstechniken (Deeskalationsstufen 5 und 6) weisen die Teilnehmer*innen in einer Train-the-Trainer-Einheit nach, dass sie eine erlernte Technik beherrschen und präzise an die Teilnehmenden ihrer Institution weitervermitteln können. Diese Prüfungen sind relevant für die Erteilung des Zertifikats.

Zertifikat
Nach Abgabe des Leistungsnachweises und Absolvierung der Prüfung erhält der/die Teilnehmer*in das Zertifikat der Deeskalationstrainerin/des Deeskalationstrainers nach ProDeMa®. Das Zertifikat berechtigt Teilnehmende zur Durchführung der Schulungen und der Implementierung des Präventionskonzepts in der eigenen Institution. Die Durchführung von Schulungen in anderen Institutionen oder die Schulung externer Teilnehmer*innen in der eigenen Institution ist ausgeschlossen.

Fachbereich - Allgemeinkrankenhäuser und Fachkliniken

Fachspezifische Inhalte

  • Definitionen, Arten und Formen von Aggressionen und Gewalt.
  • Verhinderung von aggressionsauslösenden Reizen im klinischen und ambulanten Setting.
  • Berücksichtigung von Triage-Systemen, rationalisierten und standardisierten Abläufen sowie den jeweiligen Erkrankungen oder Verletzungen.
  • Wahrnehmung, Interpretation, Fehlinterpretationen und deren Auswirkungen.
  • Systemischer Eskalationskreislauf: Analyse von Eskalationsprozessen.
  • Macht und Machtmissbrauch, Umgang mit Überforderungssituationen.
  • Ursachen und Beweggründe von aggressiven Verhaltensweisen von Patient*innen und Angehörigen.
  • Herausforderndes Verhalten bei stark belastenden Situationen wie Tod und Trauer.
  • Schmerz als besonderer Beweggrund für herausfordrndes Verhalten.
  • Schwierige Verhaltensweisen bei Angehörigen als Fürsprecher der Patient*innen.
  • Professionelle Verhaltensweisen und Gesprächsführung bei Alkoholintoxikationen.
  • Verbale Deeskalation bei hocherregten Patient*innen und Angehörigen (intensives Training mit Video-Feedback und Train-the-Trainer-Einheiten).
  • Klientenzentrierte und systemische Gesprächsmöglichkeiten mit Patient*innen oder Angehörigen nach erfolgter verbaler Deeskalation.
  • Absolut schonende Vermeidungs-, Abwehr-, Löse- und Fluchttechniken bei Angriffen von Patient*innen.
Zielgruppe

Diese Ausbildung ist spezialisiert auf den deeskalierenden Umgang mit Patienten und Angehörigen im klinischen und ambulanten Setting von Fachkliniken, ambulanter Versorgung und somatischen Kliniken (Allgemeinkrankenhäuser, Zentralkliniken, Universitätskliniken, Fachkliniken, Rehakliniken).


Teilnehmerzahl
Maximal 20 Teilnehmer*innen
Kooperationspartner
LÖSUNGSMITTEL GsbR
Philipp Diermaier
Hasledt 18
A-4724 Eschenau
Tel: +43 (0) 7278 34273
Fax: +43 (0) 7278 20318
E-Mail: office@loesungsmittel.at