Ausbildung
Deeskalationstrainer*in KIJU


Fachbereich Kinder und Jugendliche

Ab 16.02.2022 in Augsburg

Kurs
KIJU 2022-02 Augsburg
Termine
16.02. – 18.02.20223 Tage Einführung
30.03. – 01.04.20223 Tage Grundlagen
02.05. – 04.05.20223 Tage Fokus Kinder und Jugendliche
19.09. – 21.09.20223 Tage Trainerkompetenzen und Abschluss
25.09. – 26.09.20232 Tage Reflexion/Vertiefung
Veranstaltungskosten

3.600,- € zzgl. 2 Tage Reflexion/Vertiefung 500,- €

In den Kosten enthalten sind Verpflegung (Kaffee, Tee, Kaltgetränke, 2 Pausenverpflegungen), sämtliche Unterrichtsmaterialien, DVD mit Videos, Arbeitsblättern und Power-Point-Präsentationen für die eigene Schulungsgestaltung, Praxisleitfaden u.a.

Veranstaltungsort
Pfarrheim Hlgst. Dreifaltigkeit
Ulmer Str. 195A
86156 Augsburg
Die Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer*in (Kombination)

Allgemeine Inhalte

Ausbildungsumfang bei 15-tägigen Ausbildungen

  • 176 Stunden, davon 120 Stunden Präsenzphasen (6 Blöcke á 2 bzw. 3 Tage im Abstand von 4  -  8 Wochen).
  • 40 Stunden nachgewiesene Praxisstunden während der Ausbildung (Heimarbeit) 16 Stunden Gruppen-Supervision (jeweils 1 Tag in jeweils halbjährigem Abstand zum Ausbildungsende).
  • In den Präsenzphasen werden die Teilnehmer*innen zeitweise von mehreren Dozent*innen parallel betreut und trainiert.

Ausbildungsinhalte in den Präsenzphasen 

  • Aufbau und Qualitätssicherung eines Deeskalationsmanagements.
  • Wissensvermittlung, Gruppenarbeiten und Übungen zu den Deeskalationsstufen 1 bis 3.
  • Methodenvermittlung und didaktisches Training für den eigenen Unterricht. 
  • Kompetenzvermittlung im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen der Klientel: Verbales Deeskalationstraining mit Video-Feedback und Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Schonende Vermeidungs-, Abwehr, Löse- und Fluchttechniken bei Übergriffen durch Klientel, schonende Begleittechniken, 4-Stufen Immobilisationstechnik mit Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Kleine Psychotraumatologie und kollegiale Erstbetreuung nach Übergriffen, Aufbau einer Nachsorgekonzeption.
  • Tertiärprävention nach Vorfällen mit herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen.
  • Training typischer Schlüsselsituationen in der Arbeit von Deeskalationstrainer*innen.

Aufgabenstellungen in den Praxisphasen

  • Formulierung von Leitgedanken, Qualitätskriterien und Qualitätszielen im Umgang mit aggressiver Klientel (gemeinsam mit Führung).
  • Gefährdungsanalyse: Feststellung besonderer Gefährdungsbereiche oder besonderer Gefährdungssituationen (gemeinsam mit Mitarbeitenden und Führung).
  • Durchführung einer Evaluation in der eigenen Institution, (an Standorten, welche bereits seit mehr als 2 Jahren einen Deeskalationstrainer haben oder mindestens 50% der Mitarbeiter geschult sind)
  • Innerbetriebliche Vernetzung mit Qualitätsmanagement, Betriebsärzt*innen, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Personalrat und ggf. mit bestehenden internen Arbeitsgruppen.
  • Integration in ein bestehendes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).
  • Erarbeitung eines schriftlichen Konzepts zur Implementierung des Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution inkl. Projekt- und Schulungsplanung und Nachsorgekonzeption. 
  • Vorbereitung einer Lehrprobe.

Pädagogische und didaktische Umsetzung

  • Große Vielfalt an methodischen und didaktischen Tipps und Hinweisen.
  • Durchführung einer Lehrprobe mit Video-Feedback im Einzelgespräch.
  • Train-the-Trainer-Einheiten.
  • Erarbeitung eigener didaktischer Ideen.
  • Aushändigung sämtlicher Lehrmaterialien (Power-Point-Präsentationen, Trainingsvideos, Arbeitsblätter etc.)

Leistungsnachweis
Abgabe des Konzepts zur Implementierung des Professionellen Deeskalationsmanagements in der eigenen Institution. 

Prüfungen 
In Form von Train-the-Trainer-Einheiten, erfolgt eine praktische Lehrprobe zur theoretischen Wissensvermittlung sowie eine intensive Anleitung und das Training zur Durchführung von Situationstrainings. Für die Körperinterventionstechniken (Deeskalationsstufen 5 und 6) weisen die Teilnehmer*innen in einer Train-the-Trainer-Einheit nach, dass sie eine erlernte Technik beherrschen und präzise an die Teilnehmenden ihrer Institution weitervermitteln können. Diese Prüfungen sind relevant für die Erteilung des Zertifikats.

Zertifikat
Nach Abgabe des Leistungsnachweises und Absolvierung der Prüfung erhält der/die Teilnehmer*in das Zertifikat der Deeskalationstrainerin/des Deeskalationstrainers nach ProDeMa®. Das Zertifikat berechtigt Teilnehmende zur Durchführung der Schulungen und der Implementierung des Präventionskonzepts in der eigenen Institution. Die Durchführung von Schulungen in anderen Institutionen oder die Schulung externer Teilnehmer*innen in der eigenen Institution ist ausgeschlossen.

Fachbereich - Förderschule

Fachspezifische Inhalte

  • Grundlagen des Erziehungsauftrags im täglichen Umgang mit Schülerinnen und Schülern aus „deeskalierender“ Sicht
  • Innere Not der Kinder und Jugendlichen durch Unter- oder Überforderung im Schulalltag
  • Besondere Aggressionsarten und -motivationen bei Kindern und Jugendlichen
  • Expressive und instrumentelle Aggression
  • Eskalierende Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern
  • Entwicklung und Bedeutung herausfordernder oder aggressiver Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen auf dem Hintergrund entwicklungspsychologischer Erkenntnisse
  • Gestaltung des täglichen Umgangs zur Verhinderung von aggressionsauslösenden Reizen im Setting des systemischen Umfelds, z.B. Schule oder Internat/Wohnheim
  • Wahrnehmungs-, Interpretations- und Bewertungsmöglichkeiten von Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen 
  • Angst, Selbstwert – und Perspektivkonflikte von Schülerinnen und Schülern und deren Auswirkung auf den schulischen Kontext
  • Macht und Machtmissbrauch in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Regeln, Grenzen, Grenzsetzung und Konsequenzen unter deeskalativen Gesichtspunkten
  • Deeskalativer Umgang mit Verweigerung bei Grenzsetzungen oder Aufforderungen (machtarme Alternative zum: Wenn Du nicht, dann ...)
  • Kommunikative und nonverbale Deeskalationstechniken im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Fähigkeiten in unterschiedlichen Erregungs- oder Anspannungszuständen (intensives Training mit Video-Feedback)
  • Schonende, Vermeidungs-, Abwehr-, Löse- und Fluchttechniken bei Übergriffen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersstufen
  • Spezielle Haltetechniken für Schülerinnen und Schüler in akuten Gefahrensituationen
Fördermöglichkeiten

Viele Unfallversicherungsträger in Deutschland fördern unsere Ausbildung.