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Schulung von Führungskräften und Mitarbeitern in den Grundsätzen kollegialer Erstbetreuung und Nachsorge

Nicht nur durch An- und Übergriffe oder heftige verbale Bedrohungssituationen von Patienten, sondern auch nach Suizidereignissen, Brandvorfällen u.a. innerbetrieblichen Unfällen oder Vorkommnissen entwickeln Mitarbeiter akute Belastungsreaktionen oder posttraumatische Belastungsstörungen, die sich unbehandelt zu chronischen posttraumatischen Belastungssyndromen (Traumata) mit massiven somatischen und psychischen Folgen entwickeln können und entsprechende Arbeitsausfallzeiten verursachen.

 

Durch die Erkenntnisse der Evaluationsstudien nach Enschede, Tsunami und nach dem 11. September mussten alte Debriefing-Konzepte und alte Konzepte der psychologischen Erstbetreuung einer kompletten Überarbeitung unterzogen werden. Neuere Ansätze wie der der kollegialen Erstbetreuung führen zu besseren Ergebnissen in der Begleitung von betroffenen Mitarbeitern.

 

Neuere Studien zeigen auch, dass insbesondere das Verhalten der direkten Vorgesetzten und Führungskräfte, aber auch das Verhalten von Kollegen, erheblich dazu beitragen, ob ein Trauma entsteht, wie sich der Verlauf einer posttraumatischen Belastungsreaktion gestaltet. Daraus lassen sich klare Richtlinien und Verhaltensempfehlungen für Kollegen, Führungskräfte und für die Nachsorgekonzeption einer Institution ableiten.

 

Inhalte

  • Kurze Einführung in die wichtigsten Aspekte der Psychotraumatologie

  • Faktoren einer Traumaentwicklung

  • Akute und subakute Belastungsreaktionen

  • Dynamik der Entstehung posttraumatischer Belastungsstörungen

  • Zeitliche Faktoren bei der Entstehung

  • Einflussfaktoren auf die Entwicklung eines Traumas

  • Grundprinzipien kollegialer Erstbetreuung: Erstinterventionen und Evaluationsstudien

  • Diagnosekriterien für die Notwendigkeit professioneller Hilfe

  • Möglichkeiten der Unterstützung durch die Unfallversicherungsträger

  • Do´s and don´ts für Helfer und Führungskräfte

  • Studie zur Bedeutung des Verhaltens von Führungskräften

  • Konsequenzen im Verhalten der Mitarbeiter bei ungenügender Unterstützung

  • Empfehlungen und Modelle für eine effektive Nachsorgekonzeption (Prozessdarstellung)

  • Gefahrenquellen der Reviktimisierung und der Reaktualisierung

  • Verhaltensrichtlinien und Empfehlungen für Mitarbeiter, Führungskräfte und Geschäftsführung

Steckbrief

  • Dauer: Vortrag, ca. 3-4 Stunden

  • Zeit: nach Vereinbarung

  • Dozent: Oliver Hechtenberg

  • Kosten: 900,00 bis 1600,00 € pro Tag zzgl. Fahrtkosten und ggf. Übernachtung

  • Teilnehmer: ohne Teilnehmerbegrenzung; Vertreter der Geschäftsführung und möglichst viele Führungskräfte sollten anwesend sein

Erweiterungsmöglichkeiten

1. Ausweitung zu einem Tagesseminar, Inhalte des Vormittags s.o.

    • Inhalte des Nachmittags: Einführung in Kollegiale Erstbetreuung: Lehrvideos und Training mit Videofeedback.
    • Dauer: 1 Tag
    • Kosten: 1600,00 €/Tag
    • Vormittags 1. Tag: siehe Tagesseminar unter Punkt 1, Schulung der Führungskräfte und der Teilnehmer an der Ausbildung in den Theorieinhalten
    • 2.-3. Tag: Vertiefung und Training der Teilnehmer an der Ausbildung zum Kollegialen Erstbetreuer
    • Kosten: 1600,00 €/Tag

3. Kombination 

mit der Schulung von Führungskräften in professioneller Nachbearbeitung von Vorfällen:

In drei aufeinanderfolgenden Tagen können beide Themen mit einer Schulungsgruppe von max. 14 Teilnehmern in Theorie und Praxis erfolgreich vermittelt werden. Es handelt sich um DS VII Nachbearbeitung und Nachsorge ohne Ausbildung zum kollegialen Erstbetreuer. Kosten: 1600,00 €/Tag

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