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Dissoziale Patienten, „Extremisten“, Therapieverweigerer, Systemsprenger

Wer kennt sie nicht: die „Extremisten“, welche sich nicht in ein Betreuungssystem integrieren lassen, aber enorme Reaktionsketten in Form von Frustrationen, Kränkungen und Arbeitsbelastung hinter sich her ziehen. Egal ob in der Forensik, in Kinder- und Jugendinstitutionen, in Behinderteneinrichtungen. Überall finden sich solche Patienten/Bewohner. Endlose Teambesprechungen, Supervisionen, Kriseninterventionen können ganze Stations- und Betreuungsteams auszehren, sie an die Grenze ihrer Stresstoleranz und Humanität führen.

Oft entsteht ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins, vor allem dann, wenn alle Interventionen und Maßnahmen sich als wenig wirkungsvoll erweisen. Auch Deeskalationstrainer stoßen hier mit ihren Instrumenten an Grenzen, sollten aber gerade bei solchen Patienten/Bewohnern gut beraten können. Am Ende bleibt dann oft nur die meist unausgesprochene Hoffnung, dass der Störer bald entlassen wird oder in ein anderes Betreuungssystem verschoben wird. Nicht selten beginnt dann wie einem Naturgesetz folgend eine sehr ähnliche Geschichte von vorne. 

Dieses Seminar soll neugierig machen und die Teilnehmer dazu einladen, bisherige Bewertungs- und Denkmuster zu überprüfen und zu diskutieren. Es soll aber vor allem neue Impulse und Wissen im Umgang mit diesem schwierigsten Patienten-/Bewohnerklientel vermitteln. Der Referent verfügt über sehr große Erfahrung im Umgang mit dissozialen Patienten und Therapieverweigerern.

 

Inhalte

  • Negative Interaktionsmuster – Beziehungsstörungen

  • Das innere Schema von persönlichkeitsgestörten und dissozialen Menschen

  • Das innere Schema von „Normalos“ wie uns

  • Funktionalität – Dysfunktionalität , die Spielarten und Reaktionsmuster unseres Gehirns – ein kleiner Ausflug in die Neurobiologie problematischer Verhaltensweisen

  • Veränderungsmotivation- wie geht das und wie erzeugt man sie?

  • Milieugestaltung und Beziehungsgestaltung mit Dissozialen und Systemsprengern

  • Umgang mit herausfordernden und aggressiven Verhaltensweisen

  • Die besondere Rolle des Deeskalationstrainers

  • Wege, die „Extremisten“ zu erreichen – Fallbeispiele aus der Praxis

  • Lösungsansätze im Umgang mit dissozialen Patienten, mit Systemsprengern und Therapieverweigerern

Steckbrief

  • Dauer: 2 Tage

  • Zeit: 09.00-17.00 Uhr

  • Dozent: Peter Kraus

  • Kosten: 1100.-- € pro Tag zzgl. Fahrtkosten und ggf. Übernachtung

  • Teilnehmer: max. 16 Teilnehmer

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