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Basis-Seminar (3-tägig) „Demenz“ – Fokus: stationäre Pflege

Dieses Seminarangebot richtet sich an stationäre Pflegeeinrichtungen, Gerontopsychiatrien und geriatrische Einrichtungen, die Menschen mit Demenzerkrankungen betreuen, pflegen und/oder behandeln.

Die Häufigkeit und Intensität abwehrender, herausfordernder, aggressiver und befremdlicher Verhaltensweisen (AHAB) von Menschen mit unterschiedlichsten kognitiven Beeinträchtigungen nimmt zu.

Ständig verletzte Autonomiebedürfnisse, Abhängigkeitserleben, körperliche Beschwerden und vieles mehr wirken auf diese Menschen ein und verursachen Gefühle wie Scham, Angst, Hilflosigkeit, Schmerz und Trauer. Häufig sind diese Gefühle Auslöser für abwehrende, herausfordernde und/oder befremdliche Verhaltensweisen, mit denen Menschen ihre innere Not und das Nicht-Einverstanden-Sein mit ihrer Situation ausdrücken.

Klient*innen mit eingeschränkter Einsichtsfähigkeit, auf Grund einer Demenzerkrankung, neurologischer Erkrankungen oder anderer kognitivenBeeinträchtigungen, sind oft nicht in der Lage, den Sinn und die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Gesundheit oder ihrem Schutz zu erkennen oder zu erfassen. Sie erleben diese Maßnahmen dann als Gewalt, die gegen sie selbst oder ihre Bedürfnisse gerichtet ist. Dies führt zu Abwehrreaktionen bzw. abwehrendem Verhalten, das häufig als aggressives Verhalten fehlinterpretiert wird.

Dieses Seminar bietet Wissensvermittlung und Training im Umgang mit herausfordernden, abwehrenden, aggressiven oder befremdlichen Verhaltensweisen mit vielen Praxisbeispielen, Demonstrationen und Trainingsmöglichkeiten.

Inhalte

• Klärung, Erläuterungen und Reflexion von Begrifflichkeiten und Definitionen

• Bearbeitung aggressionsauslösender Reize bei Menschen mit dementiellen Erkrankungen  

• Abwehrende, herausfordernde, aggressive und befremdliche Verhaltensweisen: Wahrnehmung,  Interpretationen und Fehlbewertungen

• Bewusstsein für Ursachen und Beweggründe abwehrender, herausfordernder, aggressiver und befremdlicher Verhaltensweisen: bei demenzerkrankten Menschen und deren Angehörige

• Wissensvermittlung über den Zusammenhang von Bewegung und Körperwahrnehmung

• Deeskalationsstrategien im täglichen Umgang mit demenzerkrankten Menschen und deren Angehörige

• Kommunikative Möglichkeiten in der Deeskalation mit kognitiv erheblich beeinträchtigten Menschen

• Kommunikative Möglichkeiten in der Deeskalation mit Menschen ohne kognitive Beeinträchtigungen,  sowohl bei Klient*innen, als auch bei Angehörigen und allen an der Pflege/Betreuung beteiligten Personen

 • Spezielles verbales Deeskalationstraining zur Anwendung bei Menschen mit Demenz und deren   Angehörige (intensives Training mit Video-Feedback)

• Kommunikative Möglichkeiten in der Deeskalation mit pflegenden Angehörigen und allen an der
   Pflege/Betreuung beteiligten Personen

• Einführung in neuere Erkenntnisse dementieller Erkrankungen

• Training zum Thema Bewegung und Körperwahrnehmung („Sichere Annäherung")

• Training von schonenden, Vermeidungs-, Abwehr-, Löse- und Fluchttechniken bei Übergriffen von Klient*innen, sowie spezielle Begleittechniken

 

 

 

Steckbrief

  • Dauer: 3 Tage

  • Zeit: 09.00-17.00 Uhr

  • Dozent*in: N.N.

  • Kosten: 1100.- € pro Tag zzgl. Fahrtkosten und ggf. Übernachtung

  • Teilnehmer: max. 16 Teilnehmer

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