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Warum ProDeMa®?

Im Gesundheits- und Sozialbereich, d.h. im Kontakt mit Patienten, Bewohnern und Klienten ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten aggressiver Verhaltensweisen und angespannter Situationen deutlich erhöht. Dies hat u.a. folgende Ursachen:

  • Krankheit oder Armut erzeugen starke innere emotionale Spannungen (z.B. durch Ängste, Autonomieverluste, Schmerzen, Selbstwertverluste, Trauer etc.).
  • Patienten und Bewohner sind häufigeren Frustrationen ausgesetzt (Warten, Befunde, Funktions- und Kompetenzverluste, Bedürfniseinschränkungen u.a.)
  • Zum Teil existiert mangelnde Einsicht in erforderliche Behandlungsmaßnahmen oder Stationsregeln (z.B. bei Kindern, behinderten, dementen oder psychisch kranken Menschen); Betreuung und Behandlung werden dann als Gewalt empfunden.
  • Für Patienten sowie für das Personal gibt es zahlreiche starke Stressoren und Überforderungssituationen.
  • Schwierige Kommunikations- und Beziehungssituationen zwischen Helfer und Patient/Bewohner bergen Konfliktpotential.
  • Der Erwartungsdruck an Patienten (z.B. Compliance, Selbstständigkeit u.a.) und an Mitarbeiter (z.B. ständige Präsenz, Freundlichkeit, Zeitdruck) ist hoch.

So besteht vor allem in Systemen der Sozial- und Gesundheitsinstitutionen eine besondere Notwendigkeit, sich mit der Entstehung von Gewalt und Aggression auseinander zu setzen und Möglichkeiten der Deeskalation zu erlernen.

Natürlich existieren in unterschiedlichen Institutionen je nach Patientenklientel unterschiedliche Anforderungen an ein Deeskalationsmanagement, doch ein professioneller Umgang mit Gewalt und Aggression muss das Ziel jeder Institution sein. Wenn aggressive Verhaltensweisen auch nur zum Teil durch Krankheit oder institutionelle Gegebenheiten mitbedingt sind, hat der Patient Anspruch auf geschultes Personal, das mit seinen Anspannungszuständen bzw. mit aggressiven Verhaltensweisen kompetent umgehen kann.

Die Minimierung von Gewalt und der optimale Umgang mit aggressiven Patienten ist auch ein wichtiges Kriterium der Zertifizierung im Rahmen des modernen Qualitätsmanagements von Institutionen (siehe auch KTQ-Manual 2009 der DKVG).

Zusätzlich ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, für die Arbeitsplatzsicherheit seiner Mitarbeiter zu sorgen. Immer häufiger werden Mitarbeiter des Sozial- und Gesundheitswesens durch An- und Übergriffe von Patienten psychisch und physisch zum Teil schwer verletzt. Entsprechende Statistiken zeigen auf, dass - je nach Institution - 30-50 Prozent aller Arbeitsunfälle durch Patientenübergriffe bedingt sind. Die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit aggressiven Patienten beinhaltet somit auch die Unfall-Prävention hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit der Mitarbeiter.

 

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