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Der Praxisleitfaden ProDeMa®

Mit dem Praxisleitfaden ProDeMa® erhalten alle Verantwortlichen und Mitarbeiter praktische Hinweise und Anregungen für den professionellen und kompetenten Umgang mit Gewalt und Aggression. Zudem wird aufgezeigt, welche Voraussetzungen hierzu in der Einrichtung geschaffen werden müssen.

Der Schwerpunkt liegt dabei einerseits auf der Kompetenzvermittlung und der Einflussnahme auf das Verhalten der einzelnen Mitarbeiter (Verhaltensprävention), andererseits wird die Organisationsverantwortung der Einrichtung selbst thematisiert.

Die Unterweisung und Schulung aller Mitarbeiter zum kompetenten Umgang mit Gewalt und Aggression ist dabei das wesentliche Präventionsmodul. Die Autoren haben in Zusammenarbeit mit der Badischen Unfallkasse ein entsprechendes Schulungskonzept entwickelt, das in dem Leitfaden in seinen Grundzügen vorgestellt wird. 

 

 

 

Aus dem Inhalt

I. Einführung

  • Gewalt und Aggressionen in menschlichen Systemen
  • Gewalt und Aggressionen in den Gesundheitsberufen
  • Verbreitung von Aggressionen in den Gesundheitsberufen
  • Versicherungsrechtliche Aspekte

II. Theoretische Grundlagen

  • Begriffsdefinitionen von Ärger, Wut, Aggression und Gewalt
    Ärger und Wut
    Aggression
    Gewalt
    Abgrenzung der Begriffe Gewalt und Aggression
  • Aggressionsformen und Intentionen
  • Das Deeskalationskonzept: Stufenmodell der Deeskalation

III. Deeskalation in der Praxis

  • Deeskalationsstufe I: Verhinderung der Entstehung von Gewalt und Aggression
  • Deeskalationsstufe II: Veränderung der Sichtweisen und Interpretationen aggressiver Verhaltensweisen
  • Deeskalationsstufe III: Verständnis der Ursachen und Beweggründe aggressiver Verhaltensweisen
    Aggression als Reaktion auf Angst und Bedrohung
    Aggression als Kommunikationsversuch und Beziehungsstörung
    Aggression als Folge von Wut und Ärger
    Aggression als Folge von Stress, Überforderung und Frustrationen
    Aggression als Folge von Konflikten
    Aggression als Reaktion auf Aggression: die Eskalationsspirale
    Aggression als Reaktion auf den Verlust von Autonomie und Kontrolle
    Weitere Aggressionsursachen und Beweggründe von Aggression
  • Deeskalationsstufe IV: Kommunikative Deeskalationstechniken im direkten Umgang mit hochgespannten Patienten
  • Die zwölf Grundregeln der Deeskalation
  • Kommunikation und Gesprächsführung in der Deeskalation
    Anzeichen drohender Eskalationen: die Situation des Patienten
    Die Kontaktaufnahme
    Der Kontaktaufbau: Wahrnehmung, Widerspiegelung und Fragen
    Konkretisierung der Ursachen und Beweggründe
    Auf die Gefühle und Bedürfnisse des Patienten eingehen, echtes Interesse zeigen, Angebote machen, Lösungen erarbeiten.
    Eigene Gefühle zeigen, Solidarität geben
    Reaktionen auf negative Entwicklungen in der Deeskalation
    Vorsicht vor zu großem Ehrgeiz
    Zusammenfassung
  • Deeskalationsstufe V: Patientenschonende Abwehr- und Fluchttechniken bei Angriffen von Patienten
    Körperlicher Interventionstechniken bei Angriffen von Patienten
    Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensregeln bei bevorstehenden Brachialaggressionen
    Der Sicherheitsabstand
    Grundhaltung bei einem zu erwartenden Übergriff
    Abwehr und Fluchttechniken
    Abwehrtechniken gegen Würgeangriffe
    Umklammerungsangriffe
    Greifangriffe
    Stoß- und Schlagangriffe
    Nothilfe
  • Deeskalationsstufe VI: Patientenschonende Immobilisations- und Fixierungstechniken
    Was ist bei einer bevorstehenden Immobilisation oder Fixierung zu beachten?
    Koordination des Handlungsablaufs bei einer Immobilisation
    Durchführung der Immobilisation
    Haltetechniken für Fixierungen oder Injektionen

IV. Professionelles Deeskalationsmanagement (ProDeMa) in Institutionen

  • Konzeptionelle Aspekte eines Deeskalationsmanagement
  • Arbeitsschutz und Deeskalation
    Organisationsverantwortung
    Schutzmaßnahmen
    Deeskalation
    Notfallpläne
    Nachsorge
    Unterweisung
    Arbeitsumgebung
    Arbeitsmedizinische Vorsorge, Immunisierung
    Kleidung, Schuhwerk
  • Das Schulungs- und Trainingskonzept von ProDeMa
    Institutionelle Informationsveranstaltungen
    Ausbildung von Deeskalationstrainern bzw. -beratern
    Ausbildung von Basismitarbeitern

Anhang

  • Vorstellung der Autoren
  • Weiterführende Literatur