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Jubiläumsfachtagung 2013 in Goslar

Es gab viel zu Erleben und zu Feiern :

  • die 5. Fachtagung von ProDeMa mit interessanten Vorträgen und Workshops
  • 10 Jahre Deeskalationstrainerausbildung
  • 25 jähriges Dienstjubiläum von Ralf Wesuls als Trainer, Dozent und Supervisor

Unsere Einladung galt insbesondere den ca. 1000 in Deutschland ausgebildeten ProDeMa®-DeeskalationstrainerInnen. Darüber hinaus waren uns alle interessierten Gäste herzlich willkommen.

 

Programm Montag 13.05.2013

Zur Jubiläumsfachtagung 2013 haben wir Dank unseres Photographen Bernd Pfeifer so viele Impressionen erhalten, dass wir uns entschlossen haben, diese in mehrere Teile zu spalten. Hier gelangen Sie zu den Photos des ersten Tages.

09:00 Begrüßung

Ralf Wesuls, Gerd Weissenberger

09:15 Impulsvortrag I.: Ansätze zur Aggressionsverminderung

Dr. Hans-Peter Nolting

Aggression ist nicht gleich Aggression, Gewalt ist nicht gleich Gewalt. Folglich braucht man auch unterschiedliche Zugänge zur ihrer Verminderung. Der Vortrag gibt hierzu einen Überblick und legt dann den Schwerpunkt auf solche Strategien, die für viele Probleme und viele Anwendungsbereiche von Interesse sind.

10:15 Impulsvortrag II.: Professionelles Burn–out Management

Dip. Psych. Ralf Wesuls

Nach den Themen Gewalt, Aggression und Deeskalation gibt es kein zweites Thema, was die Mitarbeiter in Institutionen so stark beschäftigt und gefährdet wie das Thema Burn-out. In dem Vortrag wird dargestellt, wie eine Institution und die darin arbeitenden Menschen sich wirksam vor Burn-out schützen können.

11:20 Fachvorträge 1-4 - Wahlmöglichkeit

FV1 Bernd Anlauf, „Und wenn DU nicht …, dann …", Verzögerte Grenzsetzung - eine Alternative zur Machtandrohung

Scheitert eine Grenzsetzung in der Form, dass der junge Mensch „dicht macht" oder in Anspannung gerät, entstehen auch bei Profis Gefühle wie Wut, Ärger und Hilflosigkeit. Der Satzeinstieg: „Wenn Du nicht …., dann …", scheint womöglich unumgänglich und die Situation bewegt sich in Richtung Machtprobe. Eine brisante Situation, weil Macht Beziehung belastet und Distanz schafft.

Die verzögerte Grenzsetzung eröffnet eine Chance die sich anbahnende Eskalation zu vermeiden, und eine souveräne Erwachsenposition einzunehmen.

FV2 Peter Kraus, Deeskalationsmanagement in der Forensik

Dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Öffentlichkeit folgend haben Maßregelvollzugseinrichtungen ihr äußeres Kleid stark verändert. Waren sie vorher meist in größere psychiatrische Versorgungszentren integriert , haben sie sich heute dem Erscheinungsbild moderner Gefängnisse stark angenähert, was auch in ähnlichen sicherheitstechnischen Standards zum Ausdruck kommt. Das in diesen Einrichtungen, trotz schwieriger Ausgangsbedingungen, größtenteils sehr erfolgreich therapiert wird leider viel zu selten wahrgenommen. Ein gutes Deeskalationsmanagement in forensischen Einrichtungen ist nicht nur Teil meist umfassender Sicherheitskonzepte sondern integraler Bestandteil eines positiven Therapieprozesses.

FV3 Antje Schindler, Deeskalation von Demenzerkrankten in der Praxis

Mitarbeiter von Einrichtungen, die dementiell erkrankte Menschen betreuen stehen häufig vor schwierigen Situationen. Ihre bisher angewandte Gesprächsführung scheint dem Patienten/Bewohner in seiner augenblicklichen Lage nicht zu helfen. Auch für den Mitarbeiter bedeutet das eine hohe psychische Belastung. Die Methode der Kontaktreflexionen nach Garry Prouty kann uns in solchen Situationen ein Tor zum Patienten/Bewohner öffnen und somit helfen, diesen durch ein "Mitsein" deeskalierend zu begleiten.

FV4 Tine Nössner, Deeskalation bei Menschen mit Autismus

Dieser Vortag thematisiert die Besonderheiten, die bei den verschiedenen Deeskalationsstufen berücksichtigt werden sollten, damit sich die Person mit Autismus stabilisieren kann. Dabei sind die Körpersprache und die Kommunikation mit Objekten von besonderer Bedeutung.

12:00 Kaffeepause

12:15 Fachvorträge 5-8 - Wahlmöglichkeit

FV5 Volker Dietzel, Entwicklungslogisches Verhalten bei Menschen mit geistiger Behinderung- Besonderheiten in der Einschätzung schwieriger Verhaltensweisen

Die Entwicklung von Menschen mit geistiger Behinderung verläuft ähnlich wie die von Menschen ohne Behinderung. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, die professionelle Helfer kennen müssen, um bestimmte Verhaltensweisen einschätzen zu können. In diesem Vortrag gibt Volker Dietzel einen lebendigen, mit vielen Beispielen versehenen Überblick über wichtige entwicklungspsychologische Aspekte der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung.

FV6 Oliver Hechtenberg, , "Was stört, sind die Teilnehmer...„

Immer diese Störer, Besserwisser, Vielredner und Nörgler. Wie bleibe ich in schwierigen Seminarsituationen gelassener? Wie komme ich zu mehr innerer Ruhe ? Mit welchem Auftreten habe ich Erfolg ? Diese und angrenzenden Fragen will der Vortrag nachgehen und anschließend soll das Erfahrene im Workshop praktisch umgesetzt, vertieft und erlebbar gemacht werden.

FV7 Gerd Weissenberger, Integratives Training

Beim integrativen Training werden getrennt vermittelte Inhalte verbaler Deeskalation und Körpertechniken miteinander verknüpft und trainiert. Teilnehmer machen hierbei die Erfahrungen von "Internen Stop's", die Schnittstellen der bisher getrennt gespeicherten Verhaltenskompetenzen werden hierdurch sichtbar und sensibilisiert. Das integrative Training versucht die internen Stop's zu reduzieren zu Gunsten eines fließenden Übergangs und Aufrechterhaltung einer fortlaufenden Professionalität. Im Vortrag werden die Gründe für interne Stop's aufgezeigt und mit welcher Methodik das integrative Training durchgeführt werden kann. Der Zeitpunkt und Aufbau eines integrativen Training ist hierbei von enormer Bedeutung

FV8 Uwe Pester, Aktuelle Rechtslage bei Zwangsmaßnahmen

In dem Fachvortrag soll die aktuelle Rechtslage und Möglichkeiten der Umsetzung in der Praxis dargestellt werden. Die Rechtsprechung betrifft alle Institute des Gesundheitswesens welche Zwangsmaßnahmen in irgendeiner Art und Weise anwenden.

13:00 Mittagsimbiss

14:00 Workshops Zeitraum 1

 

Workshops zu den Fachvorträgen:

  1. Bernd Anlauf, Verzögerte Grenzsetzung oder „alles zu seiner Zeit"
  2. Peter Kraus, Deeskalationsmanagement in der Forensik
  3. Antje Schindler, Deeskalation von Demenzerkrankten in der Praxis
  4. Tine Nössner, Deeskalation bei Menschen mit Autismus
  5. Volker Dietzel, Entwicklungslogisches Verhalten bei Menschen mit geistiger Behinderung
  6. Oliver Hechtenberg, „Was stört sind die Teilnehmer …"
  7. Gerd Weissenberger, Integratives Training
  8. Hans Peter Nolting, Aggressionsverminderung im System der Familie

15:30 Kaffeepause

14:00 Workshops Zeitraum 2 - Raumwechsel

 

Workshops zu den Fachvorträgen:

  1. Bernd Anlauf, Verzögerte Grenzsetzung oder „alles zu seiner Zeit"
  2. Peter Kraus, Deeskalationsmanagement in der Forensik
  3. Antje Schindler, Deeskalation von Demenzerkrankten in der Praxis
  4. Tine Nössner, Deeskalation bei Menschen mit Autismus
  5. Volker Dietzel, Entwicklungslogisches Verhalten bei Menschen mit geistiger Behinderung
  6. Oliver Hechtenberg, „Was stört sind die Teilnehmer …"
  7. Gerd Weissenberger, Integratives Training
  8. Hans Peter Nolting, Aggressionsverminderung im System der Familie

17:30 Ende des ersten Fachtags

Zur Jubiläumsfachtagung 2013 haben wir Dank unseres Photographen Bernd Pfeifer so viele Impressionen erhalten, dass wir uns entschlossen haben, diese in mehrere Teile zu spalten. Hier gelangen Sie zu den Photos der Abendveranstaltung des ersten Tages.

18:15 Galabuffet im großen Saal

20:00 Festtagungsansprache Ralf Wesuls: “ Blick zurück im Glück“

21:00 Kurzreden

21:30 Tanz und Feier

Programm Dienstag 14.05.2013

Zur Jubiläumsfachtagung 2013 haben wir Dank unseres Photographen Bernd Pfeifer so viele Impressionen erhalten, dass wir uns entschlossen haben, diese in mehrere Teile zu spalten. Hier gelangen Sie zu den Photos des ersten Tages.

09:00 Begrüßung

Gerd Weissenberger

09:15 Impulsvortrag III.: Deeskalation und Neurobiologie

Dr. Christoph Göttl

 

Lernerfahrungen im Umgang mit Stress werden im unbewussten Mittelhirn eingeschrieben.Sie bilden die Basis der drei unbewussten Stressreaktionen Kampf, Flucht und Erstarrung. Normalerweise reagieren Menschen unter Stresssituationen aus diesen unbewussten Schemata. Deeskalation heißt, über die evolutionär vorgegebenen Schemata Kampf, Flucht oder Erstarrung hinauswachsen und zu beginnen, mit unserem menschlichen, bewussten Teil unseres Gehirn die Führung über unsere Reaktion zu übernehmen.

10:30 Kaffeepause

11:00 Workshops Zeitraum 1

9. Dr. Christoph Göttl, Sinn und Zweck von Aggressionen aus Sicht der Psychoanalyse.

10. Ingrid Wesuls, Kontaktreflexion

11. Thomas Heinzmann, 4-Stufen-Immobilisationskonzept

12. Michael Kautz, Zivilcourage

13. Tine Nössner, Deeskalation von selbstverletzendem Verhalten

14. Georg Gehring, Der Einsatz verbaler und körpersprachlicher Deeskalationselemente

15. Ingeborg Thurner-Dierolf, Sichere Annäherung

16. Gerd Weissenberger, Verbale Deeskalation bei intoxikierten Patienten

17. Uwe Pester, Vorgehensweisen bei Verdacht von Waffen bei der Behandlung in Notaufnahmen

18. Karin Malaizier, Besonderheiten in der Deeskalation mit Kleinkindern

19. Stephan Nölle, „Ich als Trainer in der Institution/Station".

20. Björn Blach, „keiner versteht mich, nicht mal ich!" Umgang mit traumatisierten Jugendlichen

12:30 Mittagsimbiss, Wechsel der Workshopräume

13:30 Workshops Zeitraum 2 - Raumwechsel

gleiche Themen wie im Workshopzeitraum 1

15:00 Kaffeepause

15:30 Abschlussrede (Ralf Wesuls, Gerd Weissenberger)