Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer*in

Fachbereich Menschen mit Behinderung

Fachspezifischer Inhalt

Diese Ausbildung ist spezialisiert auf den Umgang mit herausfordernden und aggressiven Verhaltensweisen von Menschen mit geistiger, körperlicher oder mehrfacher Behinderung und richtet sich an dementsprechende Institutionen und deren Mitarbeiter*innen (z.B. Wohnheime, Werkstätten, Tagesstätten, ambulante und stationäre Einrichtungen). Alle gelehrten Inhalte der Ausbildung (Deeskalationsstufen 1 bis 7) sind auf die spezifischen Gegebenheiten der Arbeit mit Menschen mit leichter und schwerster Behinderung angepasst.

Schwerpunkte

  • Besondere Aggressionsdefinitionen, Aggressionsarten und -motivationen. 
  • Expressive und instrumentelle Aggression, Umgang mit selbstverletzenden Verhaltensweisen.
  • Aggressionsauslösende Reize im Setting des systemischen Umfelds, z.B. Wohnheim oder Werkstatt.
  • Wahrnehmungs-, Interpretations- und Bewertungsfehler „aggressiver“ Verhaltensweisen von Menschen mit Behinderungen.
  • Ursachen und Konsequenzen von Fehleinschätzungen der Aggressionsmotivation und des Entwicklungsstandes von Menschen mit Behinderung.
  • Genetische, körperliche und seelische Ursachen und Beweggründe für aggressives bzw. herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Behinderung.
  • Entwicklungspsychologische Aspekte aggressiver oder herausfordernder Verhaltensweisen von Menschen mit schwersten Behinderungen.
  • Gestaltung des täglichen Umgangs zur Verhinderung von aggressionsauslösenden Reizen.
  • Aggressionsarten und Deeskalationsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Entwicklungsniveaus.
  • Angst-, Selbstwert- und Autonomieprobleme als Ursachen von Aggressionen.
  • Macht und Machtmissbrauch in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung.
  • Verbale Deeskalation bei Menschen mit leichter geistiger Behinderung im Erregungs- oder Anspannungszustand.
  • Kommunikative und nonverbale Deeskalationstechniken bei Menschen mit schwerster geistiger Behinderung (intensives Training mit Video-Feedback und Train-the-Trainer-Einheiten).
  • Berücksichtigung von Sprach-, Kognitions- und Entwicklungsniveaus bei den Deeskalationsstrategien.
  • Kontaktreflexionen zur Kontaktaufnahme in der Deeskalation von Menschen mit schwersten geistigen Behinderungen.
  • Lösetechniken für typische Übergriffssituationen von Menschen mit schwerster Behinderung, Abwehr- und Fluchttechniken, Halte-, Begleit- und Immobilisationstechniken
  • Die kontinuierliche pädagogische und therapeutische Arbeit mit Betreuten bei ständigen herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen.

Allgemeine Inhalte der Ausbildung

Alle Ausbildungen haben neben der Fachspezifischen Inhalten dieselbe gemeinsame Inhaltsstruktur (Deeskalationsstufen 1 bis 7) und dieselbe Ausbildungsstruktur. In all unseren Ausbildungen haben wir die Theorie auf ein unverzichtbares Minimum beschränkt zugunsten maximaler Trainingszeit und praktischer Kompetenzvermittlung.

Informationsbroschüre

Wissenswertes, Termine, Kosten und Fördermöglichkeiten zu allen von ProDeMa® angebotenen Ausbildungen im Bereich Deeskalationsmanagement als Broschüre (24 Seiten)

Bildungsangebote 2019/2020

Fachbereich Menschen mit Behinderung

September

30.09.2019
89081 Ulm-Jungingen
Ausbildung - Deeskalationstrainer*in
/ Fachbereich Menschen mit Behinderung
ausgebucht

Dezember

12.12.2019
32549 Bad Oeynhausen
Ausbildung - Deeskalationstrainer*in
/ Fachbereich Menschen mit Behinderung
ausgebucht

Januar

13.01.2020
50735 Köln
Ausbildung - Deeskalationstrainer*in
/ Fachbereich Menschen mit Behinderung

März

31.03.2020
86156 Augsburg (Stadtteil Kriegshaber)
Ausbildung - Deeskalationstrainer*in
/ Fachbereich Menschen mit Behinderung